TUM Klinikum Rechts der Isar
2006
1.400m²
Die renovierungsbedürftige Augenklinik verfügte über zwei unzureichende OP-Säle, die erforderlichen Nebenräume waren kaum vorhanden. Der steigenden Tendenz zu tageschirurgischen Eingriffen mit kurzer Behandlungsdauer wurde durch die Einrichtung von drei neuen OP-Sälen Rechnung getragen. Die OP-Abteilung verblieb in der Mittelflurstruktur des 1. Obergeschosses des Altbaus aus den 1880er Jahren. Sie orientierte sich an der bestehenden Raum- und Tragstruktur, wobei die einzelnen Funktionen an den externen Flur angebunden wurden: Personalschleusen, getrennte Zugänge für ambulante und stationäre Patienten sowie die Entsorgung. Die Sterilisation für die empfindlichen Augeninstrumente wurde, wie die OP-Säle, ohne externe Anbindung umgesetzt. Der bauliche Brandschutz wurde neu konzipiert.
Besonders komplex war die Anbindung der Medien sowohl aus dem Keller als auch vom Dachgeschoss: Strom, Trinkwasser, Kälte, Abwasser, medizinische Gase, Dampf und Heizung kamen aus dem Keller, Zu- und Abluft sowie die Versorgung der neu errichteten Lüftungszentrale vom Dachgeschoss. Während der gesamten Umbauphase mussten die Arbeiten durch jeweils voll belegte Geschosse hindurch organisiert werden.
sitzberger, hoyos architekten




